Wann muss ich zur MPU?
Eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) wird angeordnet, wenn Zweifel an der Fahreignung einer Person bestehen.
Typische Gründe sind:
Alkohol – mehrfache Auffälligkeiten oder ein einmaliger Wert von 1,6 Promille oder mehr
Wer unter Alkoholeinfluss Auto fährt, riskiert den Verlust der Fahrerlaubnis. „Die Rede ist von einem Entzug der Fahrerlaubnis.“
Das gilt auch für Alkoholfahrten mit E-Scootern. Sogar Fahrradfahrer, die mit über 1,6 Promille aufgegriffen werden, müssen unter Umständen eine MPU absolvieren. Auch bei niedrigeren Werten kann eine MPU angeordnet werden, insbesondere wenn bereits frühere Alkohol am Steuer-Delikte vorliegen.
Die Entscheidung, ob die Fahreignung entzogen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Blutalkoholkonzentration: Je höher der Wert, desto wahrscheinlicher ist ein Entzug.
- Anzahl der Auffälligkeiten: Wiederholte Verstöße gegen das Straßenverkehrsgesetz, insbesondere unter Alkoholeinfluss, erhöhen das Risiko.
- Schwere der Folgen: Hat die Fahrt unter Alkoholeinfluss zu einem Unfall oder anderen Schäden geführt?
- Persönliche Umstände: Gibt es Hinweise auf eine Alkoholproblematik oder andere Gründe, die die Fahrsicherheit beeinträchtigen könnten?

Drogen – Auffälligkeiten unter Drogeneinfluss oder Hinweise auf Drogenkonsum
Eine MPU wegen Drogen kann schwerwiegende Folgen haben. Informieren Sie sich gründlich über Ihre Rechte und Pflichten. Ich stehe Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Wann droht sie und was bedeutet Sie?
- Unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt wurden: Dies gilt für alle Arten von Drogen, von Cannabis bis hin zu härteren Substanzen wie Kokain oder Amphetaminen.
- Anzeichen für regelmäßigen Drogenkonsum zeigen: Auch wenn Sie nicht direkt am Steuer erwischt wurden, können wiederholte Auffälligkeiten oder ein Mixkonsum mit anderen Substanzen zu einer MPU führen.
- Außerhalb des Straßenverkehrs mit Drogen in Verbindung gebracht werden: Selbst, wenn Sie noch keinen Führerschein haben oder gar nicht mehr fahren, kann eine Verurteilung wegen Drogenbesitzes oder -handels zu einer MPU führen, sobald Sie wieder einen Führerschein beantragen.

Punkte – mehr als 7 Punkte im Fahreignungsregister
Eine MPU wegen Punkten wird angeordnet, wenn Ihre Fahrweise wiederholt gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen hat und dadurch eine Gefährdung für sich selbst oder andere im Straßenverkehr darstellt. Dabei geht es weniger darum, ob Sie körperlich fit sind, sondern vielmehr darum, ob Sie Ihr Verhalten reflektieren können und bereit sind, sich zu ändern.
Zu den häufigsten Verstößen, die zu Punkten führen, gehören:
- Geschwindigkeitsüberschreitungen: Besonders hohe Überschreitungen führen zu mehreren Punkten.
- Rotlichtverstöße: Auch ein einzelner Rotlichtverstoß kann zu einem Punkt führen.
- Überholverbotsverstöße: Gefährliches Überholen wird mit Punkten bestraft.
- Handy am Steuer: Die Nutzung des Handys während der Fahrt ist verboten und führt zu Punkten.
- Nötigung im Straßenverkehr: Gefährliches oder rücksichtsloses Verhalten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern wird bestraft.

Straftaten – besonders schwere Verstöße, wie gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
Eine MPU wegen Straftaten im Verkehr ist besonders schwierig, weil sie zeigt, dass jemand wiederholt gegen Regeln verstoßen hat. Anders als bei einer MPU wegen Alkohol oder Drogen, wo eine einmalige Fehlentscheidung verziehen werden kann, deuten wiederholte Straftaten auf ein tiefergehendes Problem hin. Deshalb ist es bei der MPU wegen Straftaten oft schwieriger, den Prüfer von einer Verhaltensänderung zu überzeugen.
Die häufigsten Gründe für eine Straftaten-MPU:
- Fahrerflucht: Ein Zeichen fehlender Verantwortung
- Raser-Delikte: Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer
- Fahren ohne Fahrerlaubnis: Missachtung gesetzlicher Vorschriften
- Aggressionen im Straßenverkehr: Unkontrollierte Wutausbrüche
- Körperverletzung: Hinweis auf ein erhöhtes Gewaltpotenzial
- Gefälschter Führerschein: einen Führerschein auf legale Weise zu erwerben zeugt von Missachtung von Vorschriften

Psychische Erkrankungen – bei potentieller Beeinträchtigung der Fahrfähigkeit
Eine MPU wegen Straftaten im Verkehr ist besonders schwierig, weil sie zeigt, dass jemand wiederholt gegen Regeln verstoßen hat. Anders als bei einer MPU wegen Alkohol oder Drogen, wo eine einmalige Fehlentscheidung verziehen werden kann, deuten wiederholte Straftaten auf ein tiefergehendes Problem hin. Deshalb ist es bei der MPU wegen Straftaten oft schwieriger, den Prüfer von einer Verhaltensänderung zu überzeugen.
Die häufigsten Gründe für eine Straftaten-MPU:
- Fahrerflucht: Ein Zeichen fehlender Verantwortung
- Raser-Delikte: Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer
- Fahren ohne Fahrerlaubnis: Missachtung gesetzlicher Vorschriften
- Aggressionen im Straßenverkehr: Unkontrollierte Wutausbrüche
- Körperverletzung: Hinweis auf ein erhöhtes Gewaltpotenzial
- Gefälschter Führerschein: einen Führerschein auf legale Weise zu erwerben zeugt von Missachtung von Vorschriften
