Drogen-MPU: Vorbereitung mit Substanz

Drogen-MPU

Drogen-MPU: Nachweise allein reichen nicht

Abstinenzbelege sind ein wichtiger Baustein – und trotzdem scheitern Vorbereitungen daran, dass die Geschichte dahinter nicht trägt. Ich arbeite mit Ihnen an beidem: an der Substanz Ihrer Veränderung und daran, sie nachvollziehbar zu machen.

Unverbindlich und vertraulich. Keine Bestehensgarantie.

Worum es geht

Ein Nachweis belegt einen Zeitraum. Mehr nicht.

Viele Klienten kommen mit einem Ordner voller Befunde und der Erwartung, damit sei die Sache erledigt. Ein Abstinenznachweis kann dokumentieren, dass sich in einem festgelegten Zeitraum keine Hinweise auf Konsum gefunden haben. Er beantwortet aber keine der Fragen, um die es in der Untersuchung geht: warum es überhaupt so weit kam, was sich seither verändert hat und warum diese Veränderung hält.

Ob und in welchem Umfang Nachweise in Ihrem Fall verlangt werden, hängt von Ihrer Vorgeschichte, der Substanz, dem Anlass und der Fragestellung Ihrer Begutachtung ab. Das gehört geklärt, bevor Sie Zeit und Geld in ein Programm stecken, das am Ende nicht zu Ihrem Fall passt.

Ebenso wichtig ist das Umfeld. Wer abstinent lebt, aber in denselben Zusammenhängen unterwegs bleibt, hat es schwer, Stabilität glaubhaft darzustellen – und wird genau dort nachgefragt.

Was in der Vorbereitung zählt

Woran eine Drogen-MPU tatsächlich gemessen wird

Wir arbeiten an drei Ebenen gleichzeitig: Konsumgeschichte, Veränderung und Nachweislage. Fehlt eine davon, wird das Gesamtbild angreifbar.

Die eigene Konsumgeschichte

Wann, wie oft, in welchen Situationen, mit welcher Funktion? Wer hier ausweicht oder verharmlost, wird im Gespräch genau daran gemessen.

Ein Umfeld, das Abstinenz trägt

Kontakte, Gewohnheiten, Freizeit: Veränderung zeigt sich nicht in Vorsätzen, sondern darin, was Sie im Alltag tatsächlich anders eingerichtet haben.

Nachweise, die zur Geschichte passen

Belege und Darstellung müssen zusammenpassen. Widersprüche zwischen beidem fallen auf – und lassen sich später kaum noch reparieren.

So arbeite ich mit Ihnen

Von der ersten Einordnung bis zum Termin

  1. 01

    Kostenloses Erstgespräch

    Wir klären Anlass, Substanz, vorhandene Nachweise und Fristen – und was davon wirklich belastbar ist.

  2. 02

    Nachweislage sichten

    Welche Belege liegen vor, welche Zeiträume decken sie ab, wo bleiben Lücken? Ob ein Nachweis den Anforderungen Ihrer Begutachtungsstelle genügt, entscheiden Labor und Begutachtungsstelle, nicht ich. Ohne dieses Bild ist jeder Zeitplan geraten.

  3. 03

    Vorbereitungsplan

    Sie bekommen einen Fahrplan mit Schwerpunkten und realistischer Zeitschiene, abgestimmt auf laufende Nachweiszeiträume.

  4. 04

    Einzelarbeit an Ursache und Veränderung

    Wir arbeiten an Konsumgeschichte, Auslösern, Umfeld und den Entscheidungen, die Sie heute anders treffen.

  5. 05

    Belastungsprobe vor dem Termin

    Kritische Nachfragen, Widersprüche, unbequeme Stellen: Was im Gespräch kommen kann, kommt vorher bei mir.

Paul Kühn, MPU-Berater aus Remagen

Wer Sie begleitet

Paul Kühn

Seit über zehn Jahren begleite ich Menschen durch die MPU – ausschließlich in Einzelgesprächen, nie in Gruppen. Über 200 Begutachtungen habe ich auf diesem Weg mit vorbereitet.

Ich arbeite empathisch und zugleich konfrontativ: Ich höre zu, und ich sage Ihnen, was nicht trägt. Beides gehört zusammen – ohne das Erste kommen Sie nicht ins Reden, ohne das Zweite kommen Sie nicht weiter. Meine Haltung dazu habe ich in meinem Buch „MPU Erfolg ohne Ausreden“ aufgeschrieben.

Was ich nicht mache: Antworten eintrainieren, Ihre Geschichte für Sie erfinden oder das Bestehen versprechen. Ich leiste auch keine Rechtsberatung – ich prüfe nicht, ob eine behördliche Anordnung rechtmäßig ist, vertrete Sie nicht gegenüber Behörden oder Begutachtungsstellen und überwache keine Fristen. Behördliche Fristen müssen Sie selbst oder über eine Anwältin oder einen Anwalt im Blick behalten. Und ich behandle keine Erkrankungen: Die Vorbereitung ist Veränderungsarbeit, keine Therapie.

Häufige Fragen

Was Klienten vor der Drogen-MPU am häufigsten fragen

Wie lange muss ich Nachweise erbringen?

Das hängt von Ihrer Vorgeschichte, der Substanz und der Fragestellung Ihrer Begutachtung ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist, dass der Zeitraum zu Ihrer Geschichte passt und lückenlos dokumentiert ist. Welcher Nachweiszeitraum fachlich zu Ihrer Vorgeschichte passt, besprechen wir im Erstgespräch. Was Ihre Behörde konkret verlangt, steht in Ihrer Anordnung.

Ich habe nur Cannabis konsumiert – ist das einfacher?

Das hängt von der Substanz ab. Bei Cannabis kommt es unter anderem auf Anlass, Konsummuster, Häufigkeit und die Trennung von Konsum und Fahren an. Bei anderen Betäubungsmitteln setzt die Fahrerlaubnis-Verordnung deutlich engere Maßstäbe an – dort ist bereits der Konsum der Anknüpfungspunkt, unabhängig von einer Fahrt. Wie Ihr Fall fachlich einzuordnen ist, besprechen wir im Erstgespräch.

Reicht es, wenn ich einfach aufhöre?

Aufhören ist die Voraussetzung, nicht das Ergebnis. In der Untersuchung geht es darum, ob Sie erklären können, warum Sie konsumiert haben, was Sie verändert haben und woran diese Veränderung im Alltag erkennbar ist.

Was ist, wenn ich rückfällig geworden bin?

Dann sprechen wir zuerst darüber. Ein verschwiegener Rückfall ist in der Vorbereitung das größte Risiko. Ein offen bearbeiteter kann dagegen Teil einer glaubwürdigen Entwicklung sein.

Sprechen wir über Ihren Fall.

Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir Anlass, Nachweislage und Zeitplan ein. Danach wissen Sie, woran Sie sind – ohne Beschönigung. Online, hybrid oder persönlich in Remagen.

Telefon 0 26 42 – 99 39 213 · 0176 – 388 65 559 · info@mpu-coach24.de