Straftaten-MPU
Straftaten-MPU: Die Frage ist, ob es wieder passieren kann
Nach einer Straftat geht es in der Begutachtung nicht um Strafe – die ist abgeschlossen. Es geht darum, ob nachvollziehbar wird, warum es dazu kam und was Sie verändert haben, damit es sich nicht wiederholt.
Unverbindlich und vertraulich. Keine Bestehensgarantie.
Worum es geht
Keine Schuldfrage. Eine Prognosefrage.
Viele Klienten bringen das Gefühl mit, sich ein zweites Mal verantworten zu müssen. Das ist verständlich, führt in der Vorbereitung aber in die Irre. Die Begutachtung stellt keine Schuldfrage, sondern eine Prognosefrage: Ist zu erwarten, dass sich vergleichbares Verhalten wiederholt?
Damit rückt in den Mittelpunkt, worüber die meisten bis dahin wenig gesprochen haben: die eigenen Muster in Konflikten, unter Druck, bei Kränkung oder in finanzieller Enge – und was seither tatsächlich anders geworden ist.
Das ist die unangenehmste Arbeit, die ich mit Klienten mache. Sie ist zugleich die wirksamste, weil sie genau dort ansetzt, wo oberflächliche Vorbereitung regelmäßig scheitert.
Was in der Vorbereitung zählt
Woran eine Straftaten-MPU gemessen wird
Wir arbeiten an der Entstehung, an Ihrem Umgang mit Druck heute und an dem, was sich in Ihrem Alltag strukturell verändert hat – in dieser Reihenfolge.
Die Entstehung der Tat
Welche Situation, welcher Druck, welche Entscheidung? Wer hier bei Zufall oder Fremdverschulden stehen bleibt, kommt nicht weiter.
Umgang mit Druck und Konflikt
Was passiert heute, wenn es eng wird? Belastbar ist eine Antwort erst, wenn sie sich an konkreten Situationen zeigen lässt.
Stabilität im Alltag
Arbeit, Finanzen, Umfeld, Unterstützung: Was hat sich strukturell geändert, damit die alte Lage nicht einfach wiederkehrt?
So arbeite ich mit Ihnen
Von der ersten Einordnung bis zum Termin
- 01
Kostenloses Erstgespräch
Wir klären, was angeordnet wurde, welche Fragestellung im Raum steht und wie Ihre Ausgangslage aussieht.
- 02
Anlass und Unterlagen einordnen
Behördenschreiben, Fristen und der Anlass selbst. So entsteht ein realistisches Bild statt einer Vermutung.
- 03
Vorbereitungsplan
Sie bekommen einen Fahrplan mit klaren Schwerpunkten und einer belastbaren zeitlichen Einschätzung.
- 04
Einzelarbeit an Ursache und Veränderung
Vertraulich, in Einzelgesprächen, ohne Gruppe. Wir arbeiten an Mustern, Auslösern und den Entscheidungen von heute.
- 05
Belastungsprobe vor dem Termin
Zum Schluss die kritischen Fragen – gerade die, die im Gespräch am unangenehmsten sind.

Wer Sie begleitet
Paul Kühn
Seit über zehn Jahren begleite ich Menschen durch die MPU – ausschließlich in Einzelgesprächen, nie in Gruppen. Über 200 Begutachtungen habe ich auf diesem Weg mit vorbereitet.
Ich arbeite empathisch und zugleich konfrontativ: Ich höre zu, und ich sage Ihnen, was nicht trägt. Beides gehört zusammen – ohne das Erste kommen Sie nicht ins Reden, ohne das Zweite kommen Sie nicht weiter. Meine Haltung dazu habe ich in meinem Buch „MPU Erfolg ohne Ausreden“ aufgeschrieben.
Was ich nicht mache: Antworten eintrainieren, Ihre Geschichte für Sie erfinden oder das Bestehen versprechen. Ich leiste auch keine Rechtsberatung – ich prüfe nicht, ob eine behördliche Anordnung rechtmäßig ist, vertrete Sie nicht gegenüber Behörden oder Begutachtungsstellen und überwache keine Fristen. Behördliche Fristen müssen Sie selbst oder über eine Anwältin oder einen Anwalt im Blick behalten. Und ich behandle keine Erkrankungen: Die Vorbereitung ist Veränderungsarbeit, keine Therapie.
Häufige Fragen
Was Klienten vor der Straftaten-MPU am häufigsten fragen
Warum wird nach einer verbüßten Strafe noch eine MPU verlangt?
Strafrecht und Fahrerlaubnisrecht verfolgen unterschiedliche Zwecke. Die Begutachtung fragt nicht nach Schuld, sondern nach Eignung und Prognose. Was in Ihrem Fall gefordert wird, ergibt sich aus dem Schreiben Ihrer Fahrerlaubnisbehörde – dort ist die Fragestellung genannt, um die es geht.
Muss ich über alles sprechen?
In der Untersuchung wird ausführlich nachgefragt, auch zu Unangenehmem. In der Vorbereitung bestimmen Sie das Tempo. Was Sie mir sagen, behandle ich vertraulich und gebe es ohne Ihre Zustimmung nicht weiter. Eine gesetzliche Schweigepflicht wie bei Anwältinnen und Anwälten besteht für die MPU-Vorbereitung aber nicht. Wenn ein Straf- oder Bußgeldverfahren noch läuft, sprechen Sie zuerst mit Ihrer Verteidigung.
Ich sehe die Tat anders, als sie in der Akte steht.
Dann arbeiten wir genau daran. Es geht nicht darum, eine fremde Version zu übernehmen, sondern darum, Ihre Darstellung und das, was aktenkundig ist, so zusammenzubringen, dass beides glaubwürdig bleibt.
Wie lange dauert diese Vorbereitung?
In der Regel länger als bei anderen Anlässen, weil an Mustern gearbeitet wird und nicht an Wissen. Eine belastbare Einschätzung gebe ich nach dem Erstgespräch, nicht davor.
Sprechen wir über Ihren Fall.
Vertraulich, ohne Bewertung, ohne Gruppensetting. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was ansteht und wie viel Zeit Sie realistisch brauchen. Online, hybrid oder persönlich in Remagen.
Telefon 0 26 42 – 99 39 213 · 0176 – 388 65 559 · info@mpu-coach24.de